Zum 176. Mal lädt das Cannstatter Volksfest zum Feiern ein

Von 22. September bis 8. Oktober 2023

Mit dem Euro Coaster über das Cannstatter Volksfest sausen. // Foto: kirmesecke.de
Mit dem Euro Coaster über das Cannstatter Volksfest sausen. // Foto: kirmesecke.de

Ausgelassenes Lachen, jede Menge Action und viele Leckereien – schon bald wird es auf dem Wasen wieder bunt und fröhlich. Das Cannstatter Volksfest gehört zu den größten und schönsten Schaustellerfesten in ganz Europa: Von 22. September bis 8. Oktober 2023 lockt es wieder viele Menschen auf das Festgelände im NeckarPark.

„Die vielen Attraktionen und das gesellige Treiben in den Festzelten machen das Volksfest zu einem beliebten Treffpunkt für Menschen unterschiedlichster Herkunft. Ob mit der Familie, mit Freundinnen oder den Kollegen – auf dem Wasen verbringen die Besucherinnen und Besucher einfach eine tolle Zeit miteinander. Insbesondere freut es mich, die leuchtenden Augen der Kinder auf dem Festplatz zu sehen“, sagt Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft.

Einst im Jahr 1818 gegründet, findet das Cannstatter Volksfest diesen Herbst zum 176. Mal statt. Die Fruchtsäule als sein Wahrzeichen hat ihren Platz bereits vor den Traditionszelten eingenommen und weckt die Vorfreude auf 17 stimmungsvolle Festtage.

Fassanstich durch Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper

Traditionell wird das Cannstatter Volksfest mit dem offiziellen Fassanstich durch Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper eröffnet. Die Eröffnungsfeier findet im jährlichen Wechsel in einem der drei großen Brauereizelte – Dinkelacker, Schwaben Bräu und Stuttgarter Hofbräu – statt. Am Freitag, 22. September, um 16 Uhr wird der OB im Schwabenwelt-Zelt von Festwirt Michael Wilhelmer den Schlegel schwingen. Gemeinsam mit Innenminister Thomas Strobl, den Festwirt:innen und Schaustellervertreter:innen sowie dem Volksfestverein und der baden-württembergischen Bierkönigin Amy Seidt marschiert der Oberbürgermeister ein. Mit dabei sind außerdem die Fahnenschwinger aus Konstanz und natürlich das Wasen-Maskottchen „Wasi“. Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr benötigte Nopper gerade einmal zwei Schläge, bis der Gerstensaft floss. Ob ihm das erneut gelingt oder nicht, eines steht fest: Nach dem erfolgreichen Anstechen des Fasses beginnt in allen Festzelten und Gastronomiebetrieben der Ausschank. Böllerschüsse an der Fruchtsäule und Büttel mit Glocken verkünden, dass das Bier in die Krüge fließen darf. Moderiert wird die Volksfesteröffnung von Stephanie Haiber und Michael Antwerpes vom SWR. Für reichlich Stimmung sorgen die Musikvereine aus Hofen, Westerstetten und Schwieberdingen, die „Schwäbische 23“ sowie der Fanfarenzug aus Ankenreute. Als weiteres Highlight erobert „Die Brasserie“ die Bühne. Die elf Musiker überschreiten mit ihrem einzigartigen Brass-Sound, gemischt mit Rap-, Pop- und Elektroelementen die Grenzen der traditionellen Blasmusik und werden den Gästen ordentlich einheizen.

Coole neue Fahrgeschäfte: hoch hinaus und rundherum

Rund 300 Betriebe sorgen für abwechslungsreiche Vergnügungen auf dem fast 16 Hektar großen Gelände und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Fünf Fahrgeschäfte wird es in diesem Jahr zum allerersten Mal auf dem Volksfest geben: Das dreidimensionale Rundfahrgeschäft „Fast & Furious“ sorgt bei den Fahrgästen ganz sicher für wohligen Schwindel. Und wer sich in den „Beach Jumper“ begibt, wird sich bei dem schwungvollen „Gehopse“ der Waggons vor Lachen ganz sicher den Bauch halten müssen. Beim „Jetlag“ werden die Fahrgäste wild durch die Luft gewirbelt. Mit frei hängenden Beinen geht es dabei rundherum und hoch hinaus.

Wilde Fahrt im Jetlag. // Foto: kirmesecke.de

Zwei Fahrgeschäfte, die beim Frühlingsfest „light“ im Jahr 2022 ihre Premiere auf dem Wasen hatten, sind nun erstmals beim Volksfest mit von der Partie: die Familienachterbahn „Feuer und Eis“ und der schwungvolle „Euro-Coaster“, bei dem die Gondeln an der Fahrschiene hängen. Des Weiteren wird nach mehr als zehn Jahren die „Petersburger Schlittenfahrt“ wieder auf dem Volksfest stehen. Nostalgisch mutet außerdem das Etagenkarussell „The Grand Carousel“ an, das neu erbaut wurde, jedoch einen historischen Look hat und zum ersten Mal auf dem Wasen steht.

Eine kleine, aber feine neue Attraktion auf dem Volksfest ist das mobile 7D-Kino. Es unterhält die Besucher:innen mit zahlreichen Luft- und Vibrationseffekten sowie der neuesten 3-D-Technologie.

Natürlich sorgen auch zahlreiche altbekannte Fahrgeschäfte wieder für jede Menge Spaß auf dem Volksfest. Rasant geht es in Deutschlands größter mobiler Achterbahn mit Einzelwagen zu: dem „Rock & Roller-Coaster“. Besonders mutige Wasen-Fans steigen in eines der Überkopffahrgeschäfte wie etwa den „Transformer“, den „Airwolf“ oder in die Kreiselschaukel „XXL“. Wer Spaß an schaurigem Grusel hat, kauft sich ein Ticket für eine der drei Geisterbahnen.

Auch die beliebten Wasen-Klassiker werden beim Volksfest nicht fehlen. Schon von weitem sind die beiden wunderschönen Riesenräder zu sehen, die besonders in den Abendstunden einen herrlichen Blick über das Volksfest ermöglichen. Die bunt funkelnden Fahrgeschäfte „Wilde Maus“ und der „Cannstatter Wellenflug“ bieten nicht nur großartigen Fahrspaß, sondern sind auch tolle Fotomotive.

Spaß auf der Wilden Maus. // Foto: kirmesecke.de

Familien aufgepasst

Das Cannstatter Volksfest ist immer ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie. Besonders an den Familientagen am Mittwoch, 27. September und 4. Oktober, ist für große und kleine Wasen-Fans einiges geboten. Es warten Stelzenläufer mit lustigen Luftballontieren für die Kleinen. Des Weiteren können sich die Kids ihre Arme mit coolen Glitzertattoos verschönern lassen oder am Glücksrad schöne Preise rund um das Maskottchen „Wasenhasi“ gewinnen. Und vielleicht lässt sich sogar der große Wasenhasi mit seiner Freundin „Hasi“ auf dem Festgelände blicken. Darüber hinaus bieten viele Schausteller:innen, Gastronomiebetriebe und Marktkaufleute an den Familientagen ganztägig ermäßigte Preise auf viele ihrer Attraktionen und Speisen an.

Erstmal auf dem Cannstatter Volksfest: das Albdorf

Neu wird in diesem Jahr das „Albdorf“ sein, welches das Almhüttendorf der vergangenen Jahre ablöst. Das Thema Regionalität steht dort hoch im Kurs. Deshalb müssen mindestens 75 Prozent der Produkte, die von den Betreibern der Hütten angeboten werden, aus Baden-Württemberg stammen; vorzugsweise aus dem Alb-Raum sowie aus Württemberg. Zudem wird es zwei weitere thematisch ausgerichtete Aktionshütten geben, die unter dem Motto „Der Schwarzwald grüßt die Alb“ sowie „Brände aus Baden“ stehen. Betreiber ist Karl Göbel, der beim vergangenen Frühlingsfest bereits Betreiber des Almhüttendorfs war. Die beliebtesten Angebote des Almhüttendorfs wird es deshalb auch im Albdorf wieder geben.

Das Albdorf entsteht auf dem Wasen im Zuge der Regionalkampagne „Natürlich. VON DAHEIM“ des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Die Kampagne soll deutlich machen, dass jedes Produkt seine Geschichte hat. Ziel ist es außerdem, die Verbraucher:innen dazu anzuregen, gezielt Produkte aus der Region zu kaufen. „In Baden-Württemberg gibt es sehr viele qualitativ hochwertige Produkte. Die Besucherinnen und Besucher des Volksfestes können Regionalität im Albdorf aktiv erleben und jede Menge leckere Speisen und Getränke aus der Region probieren“, freut sich Marcus Christen, Abteilungsleiter des Cannstatter Wasens.

Festzelte und Spezialitäten

Was wäre das Volksfest ohne die prächtigen Festzelte – acht Stück sind es insgesamt. Das Fürstenberg-Zelt wird ab diesem Jahr von einem neuen Festwirt betrieben. Der Münchner Gastronom Moritz Haake ist der Nachfolger von Peter Brandl, der seit mehr als 17 Jahren das Fürstenbergzelt betrieben hat. Das Grandls Hofbräu Zelt wird nun vom neuen Festwirt Marcel Benz geführt. Beim Frühlingsfest 2023 feierte er an der Seite von Hans-Peter Grandl Premiere auf dem Wasen und löst den langjährigen „Grandls“-Festwirt nun komplett ab.

In den Festzelten können die Besucher:innen herzhafte Speisen und erfrischende Getränke genießen. Dazu wird zu traditioneller Blasmusik, Schlager, Pop oder Volksmusik gefeiert – mal bedächtig und mal ausgelassen. Neben den Festzelten sorgen zahlreiche Imbisse und Biergärten für ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Knusprig gegrillte „Göckele“, goldgelbe Pommes, Langos, Bratwurst, gebrannte Mandeln, Churros und Zuckerwatte sind natürlich die absoluten Volksfest-Klassiker. Wer lieber vegetarisch oder vegan genießt, findet ebenfalls ein abwechslungsreiches Speisenangebot.

Tradition hautnah erleben

Besucher:innen des Cannstatter Volksfestes können sich auf ein attraktives Rahmenprogramm freuen, bei dem die Traditionen des Festes im Mittelpunkt stehen. Einer der Höhepunkte ist der große Volksfestumzug am Sonntag, 24. September, ab 11 Uhr. Rund 4.000 Trachten- und Uniformträger, zahlreiche Musikanten sowie rund 50 aufwändig geschmückte Festwagen werden über die historischen Gassen Bad Cannstatts auf den Wasen ziehen. Mehr als 150.000 Menschen verfolgen das Spektakel jedes Jahr am Straßenrand und noch viele mehr im SWR Fernsehen. Wer sich vorab schon ein wenig auf das Fest einstimmen will, schaut am besten beim Schwäbischen Mundart-Gottesdienst vorbei, der ebenfalls am 24. September um 10 Uhr in Wilhelmers Schwabenwelt stattfindet.

Zünftig geht es auch beim Traditionsmorgen am Samstag, 23. September, 11 Uhr, im Albdorf zu. Hier steht die Historie des größten Festes Baden-Württembergs im Mittelpunkt. Die Besucher:innen erwartet ein buntes Programm mit Kapellen, Trachten, Volkstänzen und Blasmusik.

Beim VVS-Wasentag am Montag, 25. September, erhalten alle Besucher:innen, die ein gültiges VVS-Ticket oder -Abo haben, Rabatte bei vielen Fahrgeschäften, Schaustellerbetrieben und Imbiss-Ständen. Zum großen Finale gibt es auch beim 176. Cannstatter Volksfest wieder ein brillantes Musikfeuerwerk mit einem Medley aus bekannten Hits. Am Sonntag, 8. Oktober, um 21.30 Uhr verwandelt der mehrfache Pyrotechnik-Weltmeister Joachim Berner den Himmel über dem Wasen in ein Meer aus Lichtern und Farben.

Neuer Anlaufpunkt für Mädchen und Frauen: die Wasenboje

Das Cannstatter Volksfest ist ein Fest für alle. Jeder und jede soll sich entspannt und frei auf dem Festplatz bewegen können. Seit vielen Jahren sorgen die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz, der Ordnungsdienst und viele mehr direkt vor Ort für die Sicherheit aller Besucher:innen und Betreiber:innen auf dem Volksfest.
Dieses Jahr wird es mit der sogenannten „Wasenboje“ ein zusätzliches Angebot auf dem Gelände geben, das sich als „Safer Space“ speziell an Mädchen, Frauen und alle, die sich entsprechend identifizieren, richtet. Der dunkelblaue Container mit dem neongrünen „Wasenboje“-Logo wird am Eingang zum Festgelände (vom Parkplatz P10 kommend) stehen und mit einer beleuchteten 3-D-Boje auf dem Dach schnell zu finden sein. Hat jemand die eigene Gruppe verloren, zu viel getrunken oder Belästigung erfahren, ist die Wasenboje eine erste Anlaufstelle. Der Container ist während des gesamten Volksfestes täglich von 13 Uhr bis zum Ende des Festes geöffnet – wenn nötig auch länger. Sechs weibliche Fachkräfte mit sozialpädagogischem oder psychologischem Hintergrund wurden speziell geschult und stehen Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Hier können Frauen und Mädchen zum Beispiel ihre Handys aufladen, um Freund:innen wiederzufinden. Das Wasenboje-Team hilft außerdem beim Rufen eines Taxis für eine sichere Heimfahrt oder begleitet Frauen und Mädchen zur Polizei, wenn etwas vorgefallen ist. Bei der Wasenboje handelt es sich um ein Pilotprojekt der Kommunalen Kriminalprävention und der Abteilung für Chancengleichheit der Landeshauptstadt Stuttgart. Weitere Infos zur Wasenboje gibt es telefonisch unter 0711-216-80438, per E-Mail über wasenboje@stuttgart.de und ab 13. September auch online unter www.wasenboje.stuttgart.de.

Anreise

Das Cannstatter Volksfest ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß, mit dem Fahrrad und auch mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Wer mit dem E-Bike anreist, hat dieses Jahr zum ersten Mal die Möglichkeit, seinen Akku kostenfrei direkt auf dem Wasen-Gelände aufzuladen.

Für Fußgänger:innen und Menschen, die vom Bahnhof Bad Cannstatt kommen, wird in diesem Jahr die Besucherführung angepasst: Die beiden Unterführungen zwischen dem Wasen-Gelände und Bad Cannstatt werden für Fußgänger:innen als „Einbahnstraße“ funktionieren. Auf den Festplatz gelangt man durch die Unterführung am Ende der Kegelenstraße. Den Heimweg nimmt man über die zweite Unterführung an der Elwertstraße. Die neue „Einbahnstraßen-Regelung“ soll die Sicherheit aller Wasen-Besucher:innen vor allem bei hohem Besucher-aufkommen gewährleisten.Für Besucher:innen, die unter der Woche nur zum Mittagessen auf den Wasen kommen wollen und mit dem Auto anreisen, gibt es dieses Jahr ein ganz besonderes Parkangebot, das sogenannte „Mittagsparken“. In der Zeit von 11.30 Uhr bis 14.00 Uhr kann für nur vier Euro geparkt werden.

Aufgrund des hohen Besucheraufkommens sowie der generellen Verkehrssituation im Stadtgebiet Stuttgart empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Volksfest-Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag 12-23 Uhr
Freitag 12-24 Uhr
Samstag 11-24 Uhr
Sonntag 11-23 Uhr

Sonderöffnungszeiten:
Freitag, 22.09. (Eröffnungstag) 15-24 Uhr
Montag, 02.10. 12-24 Uhr
Dienstag, 03.10. 11-23 Uhr (Tag der Deutschen Einheit)

Mehr Infos: cannstatter-volksfest.de